Zum Geburtstag nicht eingeladen?
Hallo zusammen,
Erst einmal ein frohes neues Jahr.
Ich lese oft hier mit, hab mich aber nun extra mal hier angemeldet um mein Problem vorzutragen und mir eure Meinung dazu einzuholen.
Ich bin 49 Jahre, geschieden, ein Sohn 20 Jahre alt, der beim Papa wohnt. Auch nach der Trennung immer noch ein gutes und freundschaftliches Verhältnis. Nach fast 26 Jahren Ehe hat man sich auseinander gelebt und im gegenseitigen Einvernehmen freundschaftlich getrennt. Mein Sohn hat sich entschieden beim Papa zu bleiben, weil er nicht neu anfangen möchte und wahrscheinlich auch nicht mehr ewig zuhause leben wird. Wir sehen uns regelmäßig und haben ein liebevolles und vertrautes Verhältnis zueinander.
Mit meinem neuen Partner bin ich jetzt 5 Jahre zusammen und wir wohnen auch zusammen. Er hat eine 23 jährige Tochter aus einer ebenfalls langen Beziehung. Die Tochter ist damals bei der Mutter geblieben. Zu der Tochter besteht soweit ich das mitbekomme auch ein gutes Verhältnis. Sie lebt seit letztem Jahr zusammen mit ihrem Freund, ist also mittlerweile ausgezogen.
Nun zu meinem Problem:
Ich den ganzen 5 Jahren war ich nie zu ihrem Geburtstag eingeladen. Es wurde lediglich der Vater eingeladen, was ich auch schön finde. Die ersten 2 oder 3 Jahre konnte ich das auch verstehen, dass ich dort nicht erwünscht bin, da dort zuhause oder im Schrebergarten gefeiert wurde.
Der letzte Geburtstag wurde dann in einem Restaurant gefeiert, da sie jetzt in einer anderen Stadt wohnt. Mein Partner hat wohl vorab seine Tochter gefragt ob er mich mitbringen dürfen, was aber verneint wurde auf Rücksicht der Mutter, also seiner Ex.
Mittlerweile fühle ich mich ein bisschen ausgeschlossen zumal ich zu seiner Tochter ein gutes Verhältnis habe und wir uns auch regelmäßig zusammen treffen und etwas unternehmen oder uns gegenseitig besuchen.
Seine Ex habe ich bis jetzt zufällig einmal gesehen. Meinen Ex kennt mein Partner auch.
Der hat es nie für problematisch gehalten, dass die Mama seines Kindes einen neuen Partner hat. Er hat damals sogar vorgeschlagen zusammen essen zu gehen, er mit seiner neuen Partnerin, mein Sohn und ich mit meinem neuen Partner. Wir waren auch schon als Paar eingeladen zu Feiern meiner Ex-Familie und alle wollten ihn auch gerne mal kennenlernen.
Nun nagt es ein bisschen an mir, dass ich nicht langsam auch mal an dem Geburtstag seiner Tochter dabei sein darf.
Das letzte Mal habe ich mich dann mit einer Freundin verabredet, weil ich ja wusste er fährt zum Geburtstag und ich kann nicht mit. Das wurde mir dann aber von meinem Partner zum Vorwurf gemacht: wie ich mich denn verabredet kann? Was wäre denn gewesen, wenn ich doch eingeladen worden wäre? Tja, dann hätte ich mit meiner Freundin ein anderes Treffen vereinbart.
Er versteht meine Situation nicht. Was ist denn wenn ich nicht eingeladen bin, wie zu erwarten. Soll ich dann alleine zuhause sitzen anstatt mir auch etwas schönes vorzunehmen?
Mittlerweile fühle ich mich ein bisschen ausgeschlossen. Wir reden hier ja nicht über ein 4-jähriges Kind. Und niemand hat ein Problem bis auf den Anschein nach die Ex meines Partners.
Wie ist eure Meinung dazu?
Ich denke dass da mehr im Hintergrund läuft als man dir sagt. Möglicherweise hat die Ex Drohungen gegen ein Zusammentreffen mit dir ausgesprochen.
Das wäre ein sehr unreifer Charakterzug
wenn die mama tatsächlich ein problem hat, dann wirst du immer den kürzeren ziehen.
wenn es dir wichtig ist mit deiner “stieftochter” geburtstag zu feiern, dann geh auf sie zu und lad die doch für nen anderen tag zu zweit auf irgendwas ein.
ich kann verstehen, dass es an dir nagt und du gern dabei wärst. in dem fall solltest du es aber einfach akzeptieren.
dass du dich am tag der feier verabredest ist übrigens völlig legitim
Ich stimme der guten Antwort von AsleighHoward zu. Hinzufügen möchte ich: Wir können nur dann enttäuscht werden, wenn unsere Erwartungen an andere Menschen größer ist, als die Realität erlaubt.
Das stimmt wohl
Befinden wir uns in einer Situation, die uns nicht gefällt, haben wir nur 3 Optionen:
1) Versuch, die Situation zu unseren Gunsten zu verbessern (das dürfte bei Dir schwer sein, weil eine Verbesserung anscheinend von Dritten abhängig ist)
2) Akzeptanz der Situation und Akzeptanz unseres Leidens
3) Ausstieg aus den Situationen, in denen wir (sinnlos) leiden.
Danke für deine Antwort
Du bist für Dein Glück alleine verantwortlich. Ich handhabe es mit solchen (unqualifizierten) Kritiken wie folgt und erwidere den Kritikern:
Mich darf jeder kritisieren, der mir auch hilft, mein Problem zu lösen. Alle anderen, die nur meckern, nun – für die hat der Maurer ein Loch in der Wand gelassen.
Das versuche ich. Deshalb hab ich mir an dem Tag was schönes vorgenommen, was mir aber zur Last gelegt wurde.
Hast Du mal mit der Tochter gesprochen? Du solltest Dir trotzdem an dem Tag etwas schönes vornehmen und Deinem Mann sagen, dass natürlich alles absagen würdest, wenn Du eingeladen würdest. Patchworkfamilien sind nicht immer problemlos. Es bleibt Dir nichts als es zu akzeptieren. Die Tochter wird immer den Willen der Mutter respektieren.
Ja, das habe ich. Sie meinte dass wäre aus Rücksicht ihrer Mutter gegenüber. Mein Partner und seine Ex kommen aber trotz Trennung ebenfalls gut zurecht, laut seiner Aussage.
Aber sie kommt eben nicht mit Dir zurecht. Geh zum Geburtstag der Tochter allein mit ihr essen, lade sie ein.
Natürlich. Unsere beiden Kinder kommen regelmäßig zu uns nach Hause oder wir unternehmen etwas. Er unternimmt aber auch mal was alleine mit ihr.
Kommt die nie zu ihrem Vater nach Haus?
Dazu müsste sie mich ja kennen. Wie gesagt, als die Tochter noch zu Hause gewohnt hat, vollstes Verständnis. Jetzt an einem neutralen Ort trotzdem traurig.