Was sind so die besten Arbeitgeber in der Chemie?
Und was kann man mit einem Master in Chemie alles machen? Ich habe über die Berufsbilder von studierten Chemikern leider nicht so den Überblick.
Ach und ich habe 2 Semester Jura und 4 Semester BWL studiert. Wird im naturwissenschaftlichen Sektor auch so viel Wert auf den Lebenslauf gelegt? Hab da etwas Sorge, dass mir das noch um die Ohren fliegt, selbst wenn ich in Chemie nen guten Abschluss habe.
Danke schonmal für Antworten. 🙂
Mit einem Studienabschluss in Chemie lässt sich viel machen. Man könnte zum Beispiel an der Uni bzw. in der Forschung bleiben. Die Industrie braucht auch Chemiker in vielen Bereichen, wie Farben und Lacke, Pharmaprodukte, Kunststoffe, überhaupt Rohstoffe wie Öl, Gips oder auch Silicium oder andere Chemikalien. Die großen Firmen wären da BASF, Bayer, Henkel, Merck, Wacker, etc. Außerdem kannst du in den öffentlichen Dienst, z.b. in die städtischen Umweltreferate. Oder du könntest in eine ganz andere Richtung gehen wie Unternehmensberatung.
Das ist je nach Definition von “beste” unterschiedlich. Prinzipiell wird bei Stellen wo explizit ein “Chemiker” gesucht wird, i.d.R. eine Promotion vorausgesetzt. Die Tätigkeit als Chemiker z. B. in der Forschung und Entwicklung in namhaften Pharmaunternehmen kann sehr lukrativ sein, aber dafür reicht ein Master alleine eben nicht aus und man braucht auch ein wenig “Ellenbogen”, da es weitaus mehr Interessenten als Stellen gibt. Ebenfalls lukrativ und aufwändig in der Ausbildung (jedoch weniger chemisch) ist der Beruf des Patentanwalts.
Möglichkeiten direkt mit dem Master gibt es auch, z. B. bei Ämtern. Das sind dann aber oft Stellen, die sich an Naturwissenschaftler und Ingenieure allgemein richten. Solche “allgemein-technischen” Jobs haben mitunter den Vorteil, dass man eher noch selber direkt an der Materie ist, während beim promovierten Chemiker ein Schreibtisch dazwischen ist. Man sollte sich also selber klar machen, was man sich von der Arbeit wünscht (hier können Praktika einsichtsstiftend sein) und wie viel Aufwand man bereit ist in die eigene Ausbildung zu stecken.
Kenntnisse in Jura oder BWL können nie schaden. Aber wie willst du ein Chemiestudium durchziehen, wenn du so wenig Durchhaltevermögen hast?