Was dauert länger: etwas das es schon unendlich lange gibt und ein Ende hat, oder etwas das einen Anfang hat aber unendlich lange dauern wird?

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AndyG66
8 years ago

Spirituell oder mathematisch ? 

Spirituell und Physik:

Die Unendlichkeit liegt nicht in der Zeit (Anfang bis Ende) sondern dort wo es keine Zeit gibt!

Erst wenn die Zeit stillsteht gibt es Unendlichkeit. Dies gilt zumindest im uns bekannten materiellen Universum.

Da wo die Zeit still steht ist der Moment unendlich – es gibt kein Anfang und kein Ende! Es ist eine unendliche Momentaufnahme eines Zustandes oder Bewusststeins!

Und hier spielt uns unser Verstand einen Streich – wir könne uns eine unendlich langen Moment ohne Ursache und Wirkung nicht vorstellen! 

Gemäss Physik gibt es eine Möglichkeit für diesen Zustand – Dort  wo Quantenteilchen so wenig  Energie haben dass sie soweit voneinander entfernt sind, dass es keinen Ereignishorizont mehr gibt! -> Vor der Singularität und nach der maximalen Ausdehnung des Universums!

AndyG66
8 years ago
Reply to  Patrickson

Ich bin erstaunt hier endlich mal auf einen unvoreingenommen interessanten und intelligenten  Gesprächspartner zu stossen 🙂

Ich brauche etwas Zeit um meine Antwort auf deine Frage(n) zu übderdenken. 

Für den Moment aus dem Bauch: Unser Verstand spielt uns den Streich dass wir uns eben nicht von Anfang und Ende welche ZEIT voraussetzen,  lösen können. Wenn man vom Raum ohne Ereignishorizont ausgeht -. ist alles eine Momentaufnahme -> Anfang und Ende “können” gleichzeitig oder nicht oder einzeln vorhanden sein. 

Stell dir eine grosse Fläche ohne Zeit vor -> darin entsteht eine Blase (unser Universum) mit Zeit…. Als Beobachter ausserhalb der Blase ist alles eine Momentaufnahme! Anfang und Ende des Unviversums sind nicht relevant – egal wieviel Billionen Jahre vergangen sind innerhalb der Zeitblase. Von ausserhalb ist  ALLES gleichzeitig – eben eine Momentaufnahme!

Wenn du dir das vorstellen kannst – schlägst du dem “Streich” ein Schnippchen 🙂

Ich versuche später dies noch logischer zu formulieren. 

AndyG66
8 years ago

” Was treiben die dort bloss? “

Eine Idee wäre: Sie erschaffen Singularitäten (Universen) durch einfaches Beobachten! 

Diese Idee fundiert auf den Erkentnissen des Doppelspalt Effektes wo der Materie die Form erst durch den Beobachter gegeben wird. 

AndyG66
8 years ago

Ja das ist richtig – von der Endlichkeit her kannst du die Undenlichkeit nicht sehen – weil ein Beobachter innerhalb normaler Raumzeit einen anderen welcher auf dem Übergang zum Raum ohne Zeit ist.. langsam erstarren sehen würde…

Je näher du einer Singularität kommst oder der max Ausdehnung des Universums desto langsamer läuft die Zeit. Zum Zeitpunkt kurz vor dem Übergang ist das Universum schon “gestorben”.

Interessant würde aber hier die Theorie(n) der anderen Dimensionen mit Zeit. 

AndyG66
8 years ago

ok.. hab meine Gedankengänge etwas geordnet.

Hier ein Versuch:

Stell dir den Raum ohne Zeit als Linie vor (eine Scheibe des Raums ohne Zeit… nun zeichnest du die Blase unseres Universums mit Zeit ein als Schnittmenge durch die Linie…..   nun stell dir vor du kannst dich auf der Linie ohne Zeit bewegen…..   du siehst den Anfang und das Ende des Universums alles im selben Moment… 

Spirituell:

Ein Model für die Frage nach dem ewigen Leben wäre das wir (Seele oder was auch immer) , selbst wenn wir in der Mitte der Zeitblase in unserem Universum entstehen -> sobald wir in den Raum ohne Zeit kommen sind wir ANFANG UND ENDE…

MarkusPK
8 years ago

Zeit ist eine Illusion, die der Mensch erlebt, aber nicht erklären kann. Auch die begabtesten Physiker unserer Zeit können Zeitphänomene zwar beobachten, aber sie nicht erklären.

Möglicherweise ist die Zeit etwas Konstantes. Etwas, dass Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verbindet. Dies würde bedeuten, dass Zeit nicht fließt oder vergeht, sondern immer da ist. Die einzelnen Momente wären dann wie die einzelnen Scheiben eines Laibs Brot, aber wir können die Übergänge nicht als solche wahrnehmen. Uns Menschen kommt die Zeit wegen unserer eigenen Vergänglichkeit und der Unumkehrbarkeit unserer Entscheidungen deshalb eher wie ein Fluss vor. Dieses Bild ist aber wahrscheinlich falsch (Schon Einstein hat diese Betrachtungsweise angezweifelt und widerlegt). Zeit ist auch etwas, dass nicht immer gleich vergeht: für einen Menschen, der stillsteht, vergeht Zeit langsamer, als für einen Menschen, der sich bewegt. Zwar sind diese Abweichungen bei unseren Mobilitätsmöglichkeiten nur minimal, aber sie sind messbar.

Die Physik nimmt an, dass sich das Universum nach dem Urknall ausdehnte und dort die Zeit überhaupt erst entstand. Ein “Vorher” gab es also gar nicht. Der Urknall markiert das eine Ende unseres Brotleibs, aber er ist nicht die Quelle eines Flusses. Ebenso wird es kein “Nachher” geben, wenn sich das Universum bis zu seinem Maximum ausgedehnt hat – die Zeit steht dann ebenfalls still. 

Für den menschlichen Verstand ist eine Nichtexistenz der Zeit beziehungsweise die unendlichkeit eines Moments aber nicht begreifbar. Genauso wenig kann man also deine Frage beantworten, denn eigentlich erübrigt sie sich auch: was wir nicht verstehen, können wir jemandem anders nicht erklären.

TUrabbIT
8 years ago

Nun da etwas nicht länger/mehr sein kann als unendlich, kann eine Unendlichkeit nicht größer als die andere sein.

bergquelle72
8 years ago

Undendlich läßt sich nicht vergleichen.

Es gibt kein Maß um Unendlich zu messen und somit ist ein Größenvergleich nicht möglich.

bergquelle72
8 years ago
Reply to  Patrickson

man kann sie  nicht warnehmen.

Wir haben keinen Sinn um Unendlichkeit zu spüren, es ist ein rein theoretisches Konstrukt, daher tun wir uns auch so schwer, damit umzugehen und auch sie zu verstehen.

TUrabbIT
8 years ago
Reply to  bergquelle72

ja, Anfang aber unendlich: die Menge der natürlichen Zahlen. Diese beginnen bei 1 bzw 0 (je nach Definition) aber sind unendlich viele. Ende aber kein Anfang: andersherum die Menge der rationalen Zahlen kleiner als 1. Hier gibt es ein Ende aber keinen Anfang. Unendlichkeit mit Anfang und Ende: Genauso unendlich ist die Menge der rationalen Zahlen zwischen zwei natürlichen Zahlen, denn man kann immer weiter Komma Stellen ergänzen.

bergquelle72
8 years ago
Reply to  TUrabbIT

Deine Erklärungen sind sehr schön, aber mit dem Beispiel “Ende aber kein Anfang: andersherum die Menge der rationalen Zahlen kleiner als 1” liegst Du dann doch leider falsch.

Du sagts selbst, daß man zwischen zwei natürlich Zahlen (sogar zwei rationale Zahlen) immer unendlich viele rationale Zahlen finden kann. Also finden wir ” kurz vor der 1″ immer wieder unendlich viel rationale Zahlen. Damit ist das kein Beispiel dafür, daß “….kleiner 1” ein Ende hat. Es gibt keine letzte rationale Zahl und dann kommt die 1.

TUrabbIT
8 years ago
Reply to  bergquelle72

Unendlichkeit ist ein theoretisches Phänomen, denn man hat bisher nichts entdeckt was unendlich sein könnte.

MagicalGrill
5 months ago

Grundannahme für dieses Gedankenexperiment: Die Zeit selbst hat keinen Anfang und kein Ende und ist eine eigenständige Dimension (das muss alles nicht zwingend stimmen).

Stell dir einen geraden Strich nach rechts mit einem Anfang, aber keinem Ende vor.

Jetzt stell dir darunter einen weiteren solchen Strich vor, dessen Anfang aber ein wenig weiter rechts ist. Es sieht erst einmal so aus, als wäre der zweite Strich kürzer. Aber wenn wir uns den zweiten Strich als ganzes nehmen und einfach so weit nach links verschieben, bis die Anfänge der beiden Striche genau übereinander liegen, bemerken wir, dass die beiden “Längen” – falls man einem unbeschränkt langen Objekt so etwas überhaupt zuweisen will – übereinstimmen.

Nun zeichnen wir einen Strich darunter, der an derselben Stelle anfängt, aber stattdessen nach links ins Unendliche wächst. Wir können diesen Strich nehmen und um 180° drehen – das sollte die Länge ja genausowenig beeinflussen wie eine Verschiebung. Dann bemerke ich aber, dass auch dieser Strich genauso lang ist wie die beiden anderen.

Wir machen jetzt alle mentalen Änderungen rückgängig und betrachten nur die 3 unverschobenen und noch nicht rotierten Striche.

Nun versehen wir den ersten Strich mit einem “Wurm” – das ist ein Wesen, das sich auf dem Strich befindet, nach rechts guckt und ausschließlich vorwärts kriechen kann. Dieser Wurm könnte auf dem Strich unendlich lange kriechen. Aus seiner Sicht ist der Strich unendlich.

Wir versehen auch den zweiten Strich mit einem Wurm. Auch dieser kann unendlich lange kriechen.

Wenn wir aber auf den dritten Strich einen Wurm setzen (vergiss nicht, Würmer gucken immer nach rechts), dann wirkt dieser Strich für den Wurm irgendwie endlich. Wenn er lange genug kriecht, kommt er am Ende an, weswegen der diesen Strich als kürzer empfindet als die anderen beiden.

Wir sind die Würmer – wir können Zeit nur in eine Richtig empfinden, nämlich in die Zukunft. Deswegen kommt uns intuitiv etwas, das unendlich lange dauern wird, vllt länger vor als etwas, das irgendwann endet aber schon immer da war. Wenn jetzt aber jemand “von außen” auf die Zeit draufgucken könnte, würde er ggf. feststellen, dass beides – wenn man es denn wirklich vergleichen möchte – “gleich lang” ist.

Weisheity
8 years ago
Reply to  Patrickson

Die geburt ist der Urknall und der Tod ist nicht das Ende. So würde es zutreffen.

Weisheity
8 years ago
Reply to  Patrickson

Danke auch solche Fragen machen einen vielfältiger.

PESHEVA
5 months ago

Beides dauert gleich lange

JTKirk2000
8 years ago

Nun ja was ist mehr unendlich oder unendlich? Die Frage dürfte sich erübrigen, da unendlich nicht mehr als unendlich ist, und ob etwas schon unendlich lange existiert oder noch unendlich lange existiert, hat ebenso von der Dauer her keinen Unterschied, außer dass letzteres vermutlich noch später existiert, als ersteres, aber ersteres dafür schon früher existiert hat, als letzteres.

kasva
8 years ago

Also das Wort Unendlich, kann ein Mensch sich nicht mal vorstellen und realisieren! 

Es widersprüchlich zu sagen ein Un-Ende hätte ein Ende. Und ein Anfang gibt es vielleicht nicht, denn die Unendlichkeit existiert wirklich schon immer.

Für mich ist es auch ein Paradaxon. Für mich sieht das aus, als käme die Hinterfragung von Gottes Existenz vor.

Digga365
5 months ago

Was die Dauer betrifft, ist etwas, das einen Anfang hat, aber ewig ist, theoretisch länger als etwas, das schon immer existiert hat und ein Ende hat. Dies liegt daran, dass die Ewigkeit kein Ende hat, während das erste Szenario immer eine endliche Dauer hat, egal wie lang sie sein mag.

fernandoHuart
8 years ago

Hmmm. Ende und unendlich passen nicht zusammen.

Aber gut. Wenn Du das Ende nicht erleben kannst ist es für Dich unendlich.

Weisheity
8 years ago

Das welches unendlich dauern wird

Weisheity
8 years ago
Reply to  Weisheity

Es hat kein Ende und somit dauert es auch nicht

Weisheity
8 years ago
Reply to  Weisheity

Wenn du seitdem du denken kannst ein Ballon hast welches du platzen dann lässt ist dieser Zeitabschnitt eine dauer. Aber wenn du ein Ballon bewusst bekommst und dieser auch wenn du stirbst noch da ist dann war diese keine dauer da es immer bestehen wird. Hmm vielleicht ein schlechtes sich selbst wiedersprechendes beispiel ich weiß nicht genau. Was hàltst du davon ?

ApfelTea
8 years ago

Letzteres hat bisher noch nicht so lang gedauert

Viktor1
8 years ago

Warte es einfach ab, dann wirst du schon sehen.

ancanei
8 years ago

Das funktioniert so nicht.

Schau, was einen Anfang hat, das hat auch ein Ende und was keinen Anfang hat, hat auch kein Ende. Dafür brauchst du dir nur die Zahlen anzusehen – die haben weder Anfang noch Ende. Egal welche Zahl du nimmst, man kann immer noch eine hinzufügen. Und egal, welche Minuszahlen du hast – du kannst immer noch eine abziehen. Kein Anfang – kein Ende = unendlich.
Im Gegensatz zu einem Auto, dessen Anfang und Ende (räumlich betrachtet) in den Stoßstangen zu suchen sind, zumindest, wenn man auf hinten und vorne focussiert ist. Und zeitlich/chronologisch gesehn hat auch ein Tag, ein Monat, ein Jahr usw. hat einen Anfang und auch ein Ende.

In diesem Punkt gilt tatsächlich Entweder-Oder:
Entweder etwas hat keinen Anfang und auch kein Ende oder etwas hat einen Anfang – und auch ein Ende. Abgesehen davon ist es abhängig von der Perspektive und da kann der Anfang schnell zum Ende werden und das Ende zum Anfang 🙂

danhof
8 years ago

Beides ist unendlich lang.

Wir reden praktisch von einem Strahl. Er hat einen Ursprung und ist unendlich lang.

Der Tag “Religion” ist vermutlich gesetzt, weil du wissen willst, ob es besser ist, Atheist zu sein oder Christ?

Atheist: Lebt in einer Welt, die vergehen wird. Die es aber schon unendlich lange gibt.

Christ: Lebt in einer von Gott irgendwann geschaffenen Welt. Ihm blüht aber die Unendlichkeit in Gottes Gegenwart.

Also was ist besser? Klare Kiste: Christ sein. Dann ist deine Zukunft unbegrenzt. Allerdings sind diese rein logischen Erwägungen allein nicht ausschlaggebend. Lies doch mal in der Bibel, vielleicht eines der Evangelien.

IsaacClarks
8 years ago

Das ist ein Paradoxon weil die Unendlichkeit kein Anfang und kein Ende hat.

bergquelle72
8 years ago
Reply to  IsaacClarks

Nein, das ist kein Paradoxon

UND

Unendlich kann einen Anfang haben und auch ein Ende, aber nicht beides – die Frage zielt ja genau darauf ab.

TUrabbIT
8 years ago
Reply to  IsaacClarks

bergquelle: Irrtum. Unendlichkeit kann sogar mit Anfang und Ende bestehen, wenn dazwischen nicht-abzählbar unendlich viele Elemente sind. z.B. die Menge der rationalen Zahlen zwischen 0 und 1 sind unendlich viele, dennoch gibt es Anfang und Ende.

bergquelle72
8 years ago
Reply to  TUrabbIT

Da haben wir vielleicht ein Problem der Definition von “Anfang” und “Ende” . Ich würde sie in dem Sinne verwenden wie “die erste” und “die letzte”, während Du die beiden Begriffe im Sinne von “untere Schranke” und “obere Schranke” verwendest.

In meinem Sinne haben die natürlichen Zahlen IN einen Anfang, nämlich die 1, aber eben kein Ende. Die rationalen Zahlen zwischen 0 und 1  (0,1) haben keinen Anfang und kein Ende, sind aber per definition sowohl nach unten als auch nach oben begrenzt.

So jetzt kommt es: Ja, wenn Du allerdings [0,1] nimmst,,dannn gibt es sogar eine erste und eine letzte …. Jetzt sind wir wieder beisammen – es war also ein Problem der Festlegung, was “zwischen” bedeutet.

Ja die Umgangssprache stellt uns manchmal Fallen, deshalb ist die Sprache der Mathematik auch so viel “schöner”.

bergquelle72
8 years ago

habe ich getan: siehe unten