Warum ist Deflation schlecht für die Wirtschaft?
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Hallo liebe Leute auf Gutefrage, ich bin momentan in den startlöchern meiner eigenen Clothing Brand und wollte fragen ob ich theoretisch ein Gewerbe für den Anfang auf ein Elternteil anmelde kann was deutlich schneller geht als den Termin beim Vormundschaftsgericht für meine volle geschäftsfähigkeit. Und ob das Gewerbe auf mich übertragen werden kann wenn ich…
Wird durch die Energiepauschale evtl. bei Minijobbern nicht die 450€ bzw. bald 520€ Grenze überschritten? Bspw. ein Minijobber verdient um die 450€ monatlich, aber würde doch +300€ Energiepauschale 750€ erhalten und hätte die Grenze überschritten, oder wird das anders gehandhabt?
Also, Mal angenommen man verdient zu wenig Rente und bekommt aufstockung oder Grundsicherung. Kenn mich nicht so aus. Aber was wenn man nun etwas dazuverdient? Das wäre ja steuerfrei. Wird das dann mit der Aufstockung/Grundsicherung der Rente gegen gerechnet sodass diese dann geringer ist oder wird das nicht angerechnet. Sprich man kann dann das Geld…
Hallo an alle meine Frage ist man hat ja eine Pfändungsfreigrenze von 1491 € wenn man dann einen Monat hat, wo man brutto knapp 7000 € verdient darf der Arbeitgeber dann 4000 € an Gehaltspfändung abführen? ich bin allein stehend, ohne Kinder
Könnte so etwas, statt zumeist im Heizkesselbau und Schiffsbau, auch in der Automobilindustrie und Zugschienen/ Bahnindustrie Einzug halten ?
Wenn ein Unternehmen (z. B. eine GmbH) ein paar Jahre Verlust macht und es dann plötzlich Gewinn macht, kann das dann verrechnet werden, sodass das Unternehmen dann keine Steuern zahlen muss bis der Gesamtgewinn aller Jahre – Gesamtverlust aller Jahre größer als Null ist?
Deflation ist nicht schlecht. Man muss nur zwei Arten von Deflation unterscheiden, die letztere wirkt schlecht, obwohl sie eigentlich nur die bittere Medizin ist:
Wenn wir Menschen durch Technologischen und Arbeitsteiligen Fortschritt mehr Güter mit weniger Aufwand und Kosten herstellen können, dann können wir sie logischerweise billiger herstellen und anbieten. (Konkurrenz am Markt)
Die Preise sinken also. (=Preisdeflation) Dies sehen wir zum Beispiel am blühenden Technikmarkt: Computer werden immer billiger und haben eine immer bessere Leistung als noch vor einigen Jahren. Ein anderes Beispiel wäre die Zeit der Industrialisierung, als die Eisenbahn aufkam. Diese sorgte dafür, dass wir für fast 100 Jahre ungefähr 2 bis 3% Preisdeflation im Jahr hatten.
2.künstliche Deflation als Folge expansiver Geldpolitik und hoher Verschuldung.
Wenn das Geldangebot überproportional zum Güterangebot steigt, dann steigen kurzfristig die monetären Ersparnisse, bzw. der Zins sinkt. Dadurch wird mehr Investiert und mehr Konsumiert, allerdings ohne, dass der Volkswirtschaft mehr Güter zu Verfügung stehen. Folglich werden die Güter verknappen und die Preise steigen stark an, gleichzeitig sind die Unternehmen hoch verschuldet und sehr labil. Die Folge ist, dass die Menschen weniger ihres Geldes ausgeben können, womit ein Überangebot an den Gütern herrscht, die durch die Investitionen aufgebläht wurden. Dadurch sinken die Preise und Einnahmen stark, was einen Kreislauf in den Gang setzt. Die Wirtschaft erholt sich vom Überkonsum und der Überinvestition, die nicht auf realen Gütern basierte, nur mithilfe dieser Deflation (hier auch Rezession genannt). Man sollte der Deflation also danken.
Dazu kommt folgender Effekt. Wenn ein Unternehmen einen Preisrückgang verzeichnet, sinken die Umsätze. Wenn die Volkswirtschaft aber hoch verschuldet ist, kann dieses Unternehmen ihre Kredite nicht mehr bedienen. Die Folge ist eine Insolvenz mit Pfändung. Das heißt erst einmal gar nichts, denn die Produktionsmittel sind ja noch alle da, nur in anderen Händen. Allerdings ist in einem solchen System die Geldmenge von den Krediten abhängig. Und auch die Kreditbank selbst abhängig davon, dass ihre Kredite abbezahlt werden. Bei einem, oder einigen Kreditausfällen sinkt die Geldmenge also weiter, was die Preise senkt, wodurch mehr Kredite zu Grunde gehen. Ein Kreislauf. Das geht solange, wie keiner mehr unprofitabel verschuldet ist. Die Produktionsmittel sind nun in besserer Hand. Und die Misswirtschaft ist dank Deflation beendet.
Deflation ist also per se etwas Gutes, obwohl sie in unserem heutigen kranken System weh tun kann, reinigt sie unsere Marktprozesse, bis sie von der Fiat-Geldpolitik erneut zerstört wird.
Weil dann niemand mehr etwas investiert, da alle warten, bis es noch billiger wird.
Wenn ich weiß, dass ich in den nächsten Monaten ein Auto kaufen muss, kaufe ich es sobald wie möglich, weil es immer teurer wird, je länger ich warte (=Inflation).
Gehe ich allerdings davon aus dass es immer billiger wird, warte ich mit dem Kauf, so lange es geht (=Deflation).
Alex
Wo eine Nachfrage ist, da ist auch ein Angebot, oder? Denn schließlich treffen sich Angebot und Nachfrage ja im Marktgleichgewichtspreis.
Wenn es also (ohne Inflation) eine Nachfrage von 50 Autos pro Woche gibt. Dann werden diese Autos produziert werden. Falls die Inflation uns zu 200 Autokäufen pro Woche verleitet, würden natürlich auch diese produziert.
Ich leugne nicht, dass das abstocken von 200 auf 50 Autos, nicht schwierig sein könnte. Aber siehst du nicht, dass die Inflation allein zu unnötigen Überkonsum anspornt? Oder glaubst du das die Nachfrage gnadenlos zu Boden fallen würde und man kein Profit machen könnte? Dann verweise ich auf meinen ersten Absatz.
Ja. Und? Das ändert doch nichts daran dass im Falle einer Deflation niemand mehr etwas investiert, da alle warten, bis es noch billiger wird.
die Frage des Fragestellers zu beantworten: „Warum ist Deflation schlecht für die Wirtschaft?“
Ja, und jetzt? Was war jetzt dein Punkt?
Ja.
Ja. Aber die spielt keine Rolle für die Beantwortung der Frage „Warum ist Deflation schlecht für die Wirtschaft?“
Dinge werden nicht “einfach so” billiger, das ist unmöglich. Es gibt immer eine Ursache dafür. In der Regel sind preisgünstigere Güter leichter herstellbar geworden. Eine andere Möglichkeit wäre eine durch Misswirtschaft (durch Intervention) entstandene Überproduktion.
Äh doch. Denn genau das ist nun mal die Definition von „Deflation“. Wenn‘s nicht billiger wird, herrscht auch keine Deflation.
Es wird eben nicht von alleine billiger. Die nicht über-konsumierten Güter, können wiederum in andere wirklich nachgefragte Produkte gesteckt werden.
Weil im Inland hergestellte Waren im Ausland teurer werden und sie dann keiner mehr kauft.
Das wäre Inflation.
Weil dann die banken mehr umsatz machen und alle ihr geld aus der wirtschaft zu den banken geben.
Wenn die Banken dann einen bestimmten Betrag an den Staat abgeben müssen wär dass dann ja kein Problem da das Geld vom Staat wieder in die Bevölkerung fließen würde
Die banken kriegen eher geld vom staat geschenkt 😀
Weil die passende Nachfrage nach Waren fehlt, was Folgekosten erzeugt, z.B. Lagerhaltung. Kann auch Auswirkungen auf die Gehaltszahlungen haben. Wenn zu wenig eingenommen wird, ist nicht genug Geld für die Gehälter da.
Und wie macht die schweiz das ohne ökonomischen Totalausfall? Ganz im Gegenteil den scheint es besser als jemals zu gehen und die sind in den letzten Jahren häufiger bei der Deflation gewesen
Keine Ahnung, ich bin kein Schweizer und habe deshalb keinen Einblick in deren Wirtschaft.