Trenntrafo für ein ganzes Haus, realiserbar und Sinnvoll?

Also naja, so hätte man ja nochmal mehr Sicherheit, aber wie würde es dann mit Verlusten aussehen?

Wobei man natürlich auch sagen kann, wenn jetzt ein solcher Transformator Wärme erzeugt, könnte man damit auch irgendwas Vorheizen, wobei ich jetzt nicht weiss wie Zielführend das ist.

Aber wie denkt ihr darüber?

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atoemlein
1 year ago

Nein, nicht sinnvoll.
Trenntrafos dürfen nur einen einzigen Verbraucher bedienen.
Genau deshalb gibt es ja das geerdete Netz.
Das Netz hinter einem Trenntrafo ist “floating”, hat also ein undefiniertes Potential gegenüber Erde und kann somit auch jedes beliebige und beliebig hohe Potential gegenüber Erde annehmen. Z.B. bei Blitzeinschlag, bei Berührung mit andern Netzen. Und das ist gefährlich. Bei Versagen der Isolation hast du dann sogar Netzspannung auf dem Schutzleiter, also allen “geerdeten” Geräten oder Metallgehäusen.

RareDevil
1 year ago

Das wäre ohne weitere technische Einrichtungen zur Überwachung eher kontraproduktiv. Ein IT-Netz muss auf Erdschlüsse permanent überwacht werden, sondte wird es gefährlicher, wie ein TN-S-Netz… Auch wenn erst einmal eine einfache BErührung Dir keinen nennenswerten Stromschlag verpassen würde, so wäre bei einem unbemerkten Doppelfehler die Gefahr äußerst groß. Deshlab muss ein IT-Netz, sofern nicht nur ein Verbraucher hinter dem Trenntrafo möglich ist, mit einer Isolationsüberwachung ausgeführt werden. Und das bei Drehstromnetz mit N-Leiter wird sehr teuer. Einfache Isowächter für Wechselspannung kosten schon um die 600-700€ und die Geräte gehen so alle 7-10 Jahre schon mal kaputt. Und bei Ansprechen des Isowächter musst Du entweder abschalten oder eben sofort den Fehler suchen lassen. Bei einem TN-S-Netz schaltet der betroffene Stromkreis direkt selbst ab (Sicherung oder RCD)… Also bringt so ein IT-Netz wesentlich mehr Anforderungen an Sicherheit mit sich, wie es normalerweise der Fall ist…

Peppie85
1 year ago

Du spielst auf ein IT Netz an. Durch Ableitströme aber auch kapazitive Kopplungen in den Leitungen etc. würdest du dir die Schutzmaßnahme zu Nichte machen. Abgesehen davon müsste der Trafo groß genug ausfallen, um ein sicheres Auslösen der Leitungsschutzschalter zu bewerkstelligen.

Ein solch großer Trafo braucht natürlich ordentlich Futter. wenn er im Leerlauf bzw. am unteren Limit läuft, sind es Eisenvelruste, wenn er am oberen Limit läuft, Kupferverluste. bei sagen wir 35 kVA also 3 x 50 Ampere und einem mittleren Wikungsgrad von 98% wären das schon mal gute 6.000 kWh die nur dafür im Jahr durch den Schornstein gehen.

Unterm Strich also keine gute idee. Was die rückgewinnung der Abwärme angeht. das könnte man eventuell mit einer Wärmepumpe realisieren. aber da steht auch wieder der Aufwand nicht für den Nutzen.

lg, Anna

Remmelken
1 year ago

Ein Trenntrafo fürs ganze Haus wäre schon machbar, das ist nur eine Frage des Geldes. Einen Sicherheitsgewinn würdest du dadurch aber nicht haben du könntest nur Aussuchen welche Netzform du haben möchtest. Auch gibt so ein Trafo Abwärme ab. Damit kannst du aber kaum etwas anfangen und die verheizte Energie müsstest du auch selbst bezahlen.

Kelec
1 year ago

Grundsätzlich wäre ein IT Netz durchaus denkbar und auch für ein Haus realisierbar aber es ist eben teurer.

Die Verluste in Transformatoren sind im einzelnen nicht all zu hoch. Ein Haus ist jetzt auch nicht unbedingt ein Großverbraucher.

Im großen und ganzen ist aber zu sagen, dass ein IT Netz für Haushalte nicht ganz so viele Vorteile bringt als das es die zusätzlichen Kosten rechtfertigen würde.

In Krankenhäusern gibt es aber natürlich solche Netze weil sie eine größere Ausfallsicherheit haben.