Sind PKW-Fahrten genauso umweltschädlich wie Inlandsflüge?
Ich bin zufällig auf den UmweltMobilCheck der Deutschen Bahn gestoßen. Für Hamburg – München bekommt man dabei folgende Werte für den Pro-Kopf-CO₂-Ausstoß:
Das Ganze für einen PKW mit EURO-5-Ottomotor und 1,5 Passagieren. Demnach wären PKW und Flugzeug vergleichbar umweltschädlich. Ich hätte einen wesentlich höheren Wert für das Flugzeug erwartet. Die Erläuterung dazu sieht eigentlich auch ganz gut aus. Für Flugdistanzen zwischen 500 und 625 km werden 77 % Auslastung angenommen.
Die Berechnung vom UBA zeigt das gleiche Bild:
Wird dabei etwas nicht berücksichtigt oder warum heißt es immer, ein Flug sei so schädlich wie ein Jahr Autofahren? Wenn man ohne Beifahrer fährt, wäre der Flug ja sogar weniger umweltschädlich.
Die Frage ist doch, wie wird in der Tabelle gerechnet wenn es “Personenkilometer” genannt wird?
Anders gesagt halte ich nicht viel von solchen Tabellen die ein Unternehmen über sich selber macht. Einleuchtend ist aber auf jedenfall das die aufgewendete Energie im Zug auf mehr Personem verteilt werden als eine Person die alleine im PKW unterwegs ist. Vielleicht kommen deswegen Flugzeug und PKW auf den fast gleichen wert? 🤔
also ich hab das gefunden
Aber liegt das dann nicht vielmehr an der Länge der Strecke?
>Das (Flugzeug) wurde nicht berücksichtigt.
Du meinst die Produktion des Flugzeugs?
ja, ich kann mir vorstellen, daß das stimmt. Das es bei der Bahn keine Emissionen gibt, kann ich mir nicht vorstellen.
Bei einer Pkw Fahrt ist es ein großer Unterschied, ob eine Person fährt, oder 4 Personen.
Es ist aber oft so, da größere Entfernungen mit dem Flugzeug zurückgelegt werden. Mit dem Auto würde es länger dauern. Und Kerosin ist auch billig.
PKW fahren ist auch nicht gut für die Umwelt ja und man sollte nicht unnötig fahren und beim fahren auf den Reifendruck achten und nicht unnötig belasten. Ich würde fliegen und zb Kreuzfahrten als noch schlechter bezeichnen.
Es gibt auch viele andere sehr schlechte Dinge für Umwelt und Klima.
Immer das neuste Handy wollen für Rohstoffe wird Regenwald im großen Stil gerodet auch für Futteranbau und Palmöl.
Zu oft neue Kleidung kaufen die Textilindustrie produziert mehr co 2 als Schiffs und Flugverkehr zusammen und leitet Abwässer ungeklärt in die Flüsse. Zudem verbraucht allein ein T Shirt 2000 Liter Wasser.
Zu viel Fleisch essen. Man muss nicht vegan werden aber Fleisch ist ein Klimakiller. Einmal die Woche verzichten würde keinem wehtun.
Grillkohle, Kerzen, Schneekanonen, Streaming und Zocken, zu viel Weihnachtsbeleuchtung, zu hoher Konsum allgemein alles nicht gut für Klima und Umwelt.
Zb verbrauchen die Rechenzentren in Frankfurt für streaming usw mehr Strom als der Flughafen und das erwähne ich obwohl ich es nutze. Man muss auch in dem was man gut findet das negative sehen das wollen die meisten aber nicht .
Bei Pkw-Fahrten kommt noch hinzu, daß sie das Insektensterben auch nicht unerheblich verursachen.
Wenn man früher nach einer Autobahnfahrt im Sommer sich mal die Frontpartie des Autos angeschaut hat, dann waren alleine das schon mindestens hunderte tote Insekten nach nur einer Autobahnfahrt.
Wenn man das Verkehrsaufkommen kennt, kann man sich ungefähr ausrechnen, wieviel Insekten in einem Sommer an Windschutzscheiben kleben: Milliarden.
Und das in jedem Jahr.
Inzwischen natürlich nicht mehr. Es wurden schon zu viele weggefangen.
Dann schaue mal, wie viele Insekten auf der Front eines ICE kleben … das ist kein valides Argument.
Du denkst also, auf einem ICE kleben genau so viele Insekten, als vor 40 Jahren. Leider ist das nicht so. Die Anzahl der Insekten wird immer geringer
BUND und NABU listen den Verkehr nicht als Ursache des Insektensterbens (es ist vielmehr die Landwirtschaft). Daher denke ich mal, dass das eher unwesentlich ist. Die Beobachtung mit weniger Insekten auf der Windscheibe ist auch etwas umstritten.
Korrekt, die Anzahl der Insekten ist geringer, aber die Triebköpfe sind im Sommer immer noch “gut befleckt” – Hauptursache für den Rückgang von Insekten sind aber der Einsatz von entsprechenden Giften in der Landwirtschaft sowie die zunehmende Trockenheit.
Das alte Problem des Apfel-Birne-Vergleiches …
Maßgebende Faktoren sind zu allererst die Auslastung des jeweiligen Verkehrsmittels, dann natürlich auch sehr individuelle Faktoren wie Verbrauch, Gepäckmenge, … Letztlich basieren solche Berechnungen immer auf Durchschnittswerten, die man als feste Berechnungsgröße dann übernimmt (z.B. die durchschnittliche Auslastung eines Pkw mit 1,3 Personen).
Vor Jahren habe ich gelesen, dass das Flugzeug gegenüber dem PKW günstiger ist, weil es nur 3 l/100km Treibstoff verbraucht pro Person.
Dann muss man diese fliegende Sardinendose aber auch mit einem vollbesetzten Auto 4 Personen vergleichen. Welcher PKW verbraucht auf Langstrecke 12 l/100km?
Beim Auto vergleichbar (80%), wenn der 5. Sitz frei bleibt.
Ein volles Auto wäre nach dieser Statistik natürlich deutlich besser als ein Flugzeug. Das Problem ist aber, dass im Schnitt wohl nur 1-2 Personen in einem Auto sitzen. Und da hätte ich gedacht, dass der Pro-Kopf-Verbrauch trotzdem deutlich unter dem eines Flugzeugs liegen würde.