Riesenteleskope in Chile oder auch in Deutschland.?
Mich würde interessieren ob man mit den Riesenteleskopen nicht viel mehr Details von Mond sehen kann? Ich meine wenn man stark heranzoomt müsste man doch die zurückgelassenen Teile der Mondlandung sehr Detailreich sehen, oder? Hat da wer Ahnung?
Ja, google. 😉
Im Ernst:
Nein, das geht nicht. Unabhängig vom Teleskop ist unsere Atmosphäre viel zu unruhig, um solche feinen Details sichtbar werden zu lassen.
Wie auch immer, aus https://www.spektrum.de/kolumne/warum-man-keine-spuren-auf-dem-mond-sieht/1434798
kurz: ist mit den vorhandenen Teleskopen nicht möglich, auch Hubble selber könnte das nicht.
OK, Danke. Ich dachte das Hubble das kann da es ja im Weltall ist und keine Atmosphäre stört.
Danke für deine Info..
Hubble kann das nicht, aber es gibt Sonden im Mond-Orbit, deren Auflösungsvermögen ausgereicht hat, die Landestellen zu fotografieren.
Beide Annahmen und Aussagen (die des Fragestellers und die in der Antwort) sind teilweise richtig und teilweise falsch.
Richtig ist, dass die Atmosphäre Probleme macht und dass das Teleskop ca. 250 m Durchmesser haben müsste.
Das Hubble-Weltraumteleskop hat keine Probleme mit der Atmosphäre, ist aber mit 2,5 m Durchmesser um den Faktor 100 zu klein.
Andererseits gibt es neue Teleskope auf der Erde, bei denen mit Hilfe von Adaptiver Optik die Störungen der Atmosphäre korrigiert werden können. Problem gelöst ===> deshalb wird es auch keinen direkten Nachfolger von Hubble ST geben.
Allerdings wird selbst das geplante Riesenteleskop der ESO (ELT in Chile) mit knapp 40 m Durchmesser immer noch um den Faktor 6 zu klein sein um die Überreste der Mondlandung auf dem Mond zu sehen.
Der Gründe warum man diese Teleskope in Chile baut sind:
— trockene Luft, da Wüste
— hohe Berge, deshalb wenig Luft darüber
— dünn besiedelt, deshalb wenig Streulicht von Städten.
Nein, die Vergrößeung ist nicht so entscheidend, sondern das Auflösungsvermögen und das hat seine Grenzen. Hinzu kommen noch die Störungen durch die Luftbewegungen der Atmosphäre. Diese können zwar mit spezieller Software rausgefiltert werden, aber nicht zu 100%. Es wird auch in Zukunft kein erdgebundenes Teleskop geben, dass die Überbleibsel der Mondlandung sichtbar machen kann.
für die technischen Teile auf der Mondoberfläche bräuchte man Teleskopöffnungen die sehr viel größere Durchmesser haben als die Großteleskope.
In Deutschland gibt es (außer Sonnenteleskopen) praktisch kein Teleskop mehr, dass der wissenschaftlichen Forschung dient. Die Sichtverhältnisse (Luftverschmutzung, Streulicht, Temperaturwechsel usw.) sind zu schlecht. Traurige Berühmtheit hat das russische BTA 6-Meter-Teleskop ( https://deutsch.wikibrief.org/wiki/BTA-6 ) erreicht. Abgesehen von vielen technischen Fehlern steht das Teleskop so ungünstig, dass ich bis jetzt nur ein einziges Mal ein von diesem Teleskop erzeugtes Bild gesehen habe und ich habe im Internet kein von diesem Teleskop erzeugtes Bild gefunden.
Das größte Teleskop der Welt, das ELT, wird momentan von der ESA in der Atacama-Wüste gebaut (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Extremely_Large_Telescope ). Es soll eine Auflösung von 0,005´´ haben. Damit könnte man von der Erde aus 10 m große Gegenstände auf dem Mond näherungsweise unterscheiden.
Aufgepasst:
Es gibt optische Teleskope (das größte mit einem Spiegeldurchmesser von ca 10m)
und Radioteleskope ( das größte in China mit 300m).
Optische können – wenn man sie auf den Mond richtet – Gegenstände bis etwa 50m Größe auflösen. Das reicht nicht um “zurückgelassene Teile” zu “sehen”.
Radioteleskope mit einem derart großen Durchmesser könnten theoretisch Gegenstände auf der Mondoberfläche bis unter einem Meter Größe auflösen.
Nur dummerweise senden diese Gegenstände keine Radiowellen aus. Sie sind im Radiobereich “unsichtbar”.
Also, wenn man “zurückgelassene Teile” der Apollo Missionen tatsächlich “sehen” will, muss man wohl oder übel ‘ne Sonde mit ‘ner Kamera hinschicken und von einem niedrigen Mondorbit aus fotografieren.
Was bereits mehrmals geschehen ist.
Oder wieder selber wieder hinfliegen.
Was bereits geplant ist.
Dafür sind die zurückgelassenen Objekte zu klein. Fast 400.000 Kilometer Distanz sind ja auch nicht gerade wenig. Da ist sogar das im Bau befindiche 39 m Teleskop noch zu klein.
um diese details auf der mond-oberfläche von der erde mit einem mega-teleskop sehen zu können, müsste es ca. 10 km öffnung und 80 km brennweite haben, also unmöglich.
es hat doch gereicht, dass der “lunar reconnaissane orbiter” (umrundet den mond als satellit) fotos aus dieser umlaufbahn aufnehmen konnte.
Dafür bräuchte man stärkere Teleskope.