Gibt es eine Möglichkeit, den Prozess einen Platz bei ‘Betreutes Wohnen’ oder ‘Altenheim’ zu beschleunigen?
Meiner Oma geht es leider immer schlechter. Ich bin jetzt seit 3 Tagen da. Die Demenz schreitet so schnell fort, wie noch nie erlebt. Sie verdreht jeden Namen. Ich bin auf einmal der Mann von der Partnerin ihres Lebenspartners. Im nächsten Moment, fragt Sie, ob mein Vater heute auch kommt. Sie ist unfassbar müde und bestreitet, dass Sie erkältet ist, obwohl Sie hustet und etwas niest. Gibt es daher eine Möglichkeit eine Kurzzeitpflege zu beschleunigen? Ich freue mich wieder auf eure guten Antworten.
Wenn sie Unterstützung braucht, kommt es auf das wie viel und wie lange an.
Kurzzeitpflege bedeutet sie wird für kurze Zeit gepflegt und kommt nach ein paar Tagen oder Wochen wieder nach Hause. Sie darf nur für maximal acht Wochen im Kalenderjahr in Anspruch genommen werden. Danach wäre die Familie wieder zuständig.
Betreutes Wohnen bedeutet, dass man entweder alleine oder als WG in einer Wohnung lebt.
Beim stationären BeWo hat man in unmittelbarer Umgebung Mitarbeitende, die rund um die Uhr unterstützen können.
Beim ambulanten BeWo kommt für ein paar Stunden jemand vorbei und unterstützt bei kleineren Unterstützungsbedarfen wie bspw. Postangelegenheiten oder Einkäufen.
Altenheim bedeutet, dass man meist ein Zimmer in einer großen Einrichtung hat und die Gemeinschaftsräume nutzen kann. Rund um die Uhr unterstützen Mitarbeitende die Bewohner*innen.
Danke Selkiade für die ausführliche Erklärung. Die Idee ist es, über die Kurzzeitpflege, in das betreute Wohnen (stationär) oder Altenheim zu gehen. Je nachdem, wie der Verlauf sich entwickelt.
Ist das ernsthaft so schwierig? Noch vor einigen Jahren wurde man gefühlt quasi in die Einrichtungen entführt.
Hast du schon einmal Kontakt zur Diakonie aufgenommen? Die hat alles mögliche an Angeboten und Fachpersonal (je nach Einrichtung z. B. eigene Fachärzte) und sie berät einen auch, (vielleicht nicht immer ganz unabhängig und uneigennützig).
https://hilfe.diakonie.de/
Es könnte allerdings sein, dass deine Oma dann irgendwo in einem kleine Ort auf dem Land unterkommt und du eine Anfahrt haben würdest.
Danke erst einmal für deine Antwort. Wie schwer es tatsächlich ist, weiß ich noch nicht. Die Diakonie habe ich dabei noch nicht berücksichtigt.
es hört sich nicht so an, als wäre ein Platz im betreuten Wohnen noch ausreichend.
Für einen kurzfristigen Kurzzeitpflegeplatz die Anfragen im Großraum stellen, dass ist ja nur befristet. Da kann sie auch weiter weg.
Und in den Altenheime in der Nähe vorsprechen und auf die Dringlichkeit hinweisen.
Die Warteliste wird nicht stur von oben abgearbeitet, sondern der der am besten passt oder dringend einen Platz braucht bekommt den Platz.
schauen das der Pflegegrad schon passt.
Dankeschön, es gibt leider noch keinen Pflegegrad. Aber da bin ich schon dran, dass sich das ändert. Vielen Dank erst einmal.
zur Not den Umweg über eine Gerontopsychiatrischen Klinik gehen