2 mal (wahrscheinlich) Nierenstein abgegangen und Blasenentzündung. Welche Untersuchungen sind sinnvoll und woher kommt das plötzlich?
Hallo Community. Ich (m, 49 Jahre) hatte vor drei Wochen aus heiterem Himmel starken Harndrang und beim Wasserlassen dann einen stechenden Schmerz. Dazu ein Stechen im linken Unterbauch. Es kam geronnenes Blut mit dem Urin heraus. Ich bin natürlich sofort ins Krankenhaus gefahren. Dort angekommen hat man eine Urinprobe genommen. Seltsamerweise hatte ich keine Schmerzen mehr und es kam auch kein Blut mehr. Ich fühlte mich im Wesentlichen ganz normal, so als sei nichts geschehen. Der Notarzt befragte mich, klopfte meine Nieren ab (kein Schmerz) und kam schließlich zu dem Schluss, dass wohl ein kleiner Stein aus Niere/Harnleiter/Blase abgegangen sein müsse. Bei der Untersuchung des Urins wurden 500 Leukozyten/µl und 250 Erythrozyten/µl gefunden. Nitrit negativ. Im Sediment fanden sich Piurie und Bakterien.
Der Arzt verschrieb mir ein Antibiotikum und Ibuprofen und schickte mich nach Hause. Ich holte die Medikamente aus der Apotheke, nahm sie aber vorerst nicht, da ich mich gesund fühlte und nie unnötig Antibiotika einnehme. Ich behandelte die Blasenentzündung mit D-Mannose und verfolgte die Entwicklung engmaschig (3 X pro Tag) mit Urin-Teststreifen. Bereits nach drei Tagen waren keine Leukozyten und kein Blut mehr nachweisbar. Ich hatte keinerlei Symptome, nahm weiterhin D-Mannose und nach 10 Tagen verringerte ich langsam die Dosis.
Ich war 5 Tage nach dem Vorfall zur Kontrolle beim Urologen. Dieser untersuchte Blase und Nieren mittels Ultraschall. Leider erschien er sehr desinteressiert und die Untersuchung beider Nieren und der Blase dauerte zusammen vielleicht 90 Sekunden. Hatte ich mir etwas anders vorgestellt. Er sagte, er könne weder weitere Steine noch Tumore erkennen. Ein Besuch bei einem anderen Urologen ergab, dass er sehr unwillig war, mich nicht untersuchen wollte, weil sein Kollege bereits nachgesehen hätte. Er wimmelte mich ab und gab mir eine Überweisung für einen Radiologen zu einer CT mit Kontrastmittel. Er wollte keine erneute Urin-Untersuchung machen, jedoch eine Blutuntersuchung weil man vor einer CT mit Kontrastmittel feststellen müsse, ob die Nieren richtig funktionieren. Ich halte nicht viel davon, mal eben ein Kontrastmittel mit den bekannten Gefahren zu bekommen und mich mit massiven Dosen Röntgenstrahlung beschießen zu lassen. Daher habe ich zunächst keinen Termin beim Radiologen gemacht. Die Blutuntersuchung ergab für die Nierenfunktion normale Werte. Harnstoff: 29 mg/dl (Referenzwert 19 – 44), Kreatinin 1.01 mg/dl (Referenzwert 0.6 – 1.3). Alle anderen Werte der Blutanalyse waren normal, bis auf zwei Ausnahmen. Leukozyten leicht erhöht: 11.8 (Referenzwert 4.0 – 11.2) und Kalzium leicht erhöht 10.30 mg/dl (Referenzwert 8.4 – 10.2). Der PSA Wert liegt im Normbereich (2.17 ng/ml).
Nach 14 Tagen ging ich davon aus, dass dies ein einmaliger Vorfall war und beendete die Therapie mit D-Mannose und die Kontrollen mit den Teststreifen.
Vor drei Tagen nun, wiederum plötzlich und ohne Vorwarnung, hatte ich wieder plötzlichen Harndrang und einen stechenden Schmerz beim Wasserlassen. Es kam wieder eine kleine Menge geronnenes Blut mit dem Urin heraus. Wesentlich weniger als beim ersten Mal. Seitdem habe ich aber eine Blasenentzündung mit den typischen Symptomen und ab dem nächsten Tag auch ein ziemlich schweres Krankheitsgefühl. Schlapp, müde und generelles Unwohlsein. Ich nehme jetzt seit zwei Tagen Antibiotika und kann eine leichte Besserung feststellen. Im Urin sind aber weiterhin Leukozyten und die Teststreifen sind auch heute noch leicht positiv auf Blut.
Ich hatte zuvor niemals Probleme mit Infektionen des Harntraktes oder der Nieren und auch keine mir bekannten Nierensteine. Es wurde auch nie tatsächlich ein Nierenstein gefunden, sondern das war nur die Vermutung des Arztes in der Notaufnahme.
Woher kann das so plötzlich kommen?
Welche Untersuchungen könnte ein Urologe sinnvollerweise machen, um die Ursache zu ergründen? Muss es wirklich direkt eine CT mit Kontrastmittel sein, oder kann ein erfahrener (und ausnahmsweise motivierter) Urologe anhand anderer Tests (großes Blutbild, gründliche Ultraschall-Untersuchung, fortlaufende Urinuntersuchungen etc.) herausfinden, was dahinter steckt?
Hat jemand von Euch vielleicht ähnliches erlebt und kann aus seinen Erfahrungen heraus einen Vermutung äußern oder einen Tipp geben? Oder ist jemand hier mit profundem medizinischem Wissen, der mir einen Rat geben kann?
Ich bin dankbar für euren Input.
Vielen Dank!
How about you set up self-treatment and let the doctors work?
Doctor 1 prescribes antibiotics in bacterial detection and possible cystitis / stone drain. Of course you don’t take it and you know it better with your powder sugar.
Then a CT is prompted by doctor 3, by the way, according to the guidelines completely according to US and laboratory, and you know better again and do not perceive it.
Wish you a rethink about your cooperation as a patient and, of course, good improvement.
Thank you very much for your answer and for presenting the opposite of my approach.
I find your naivety very sympathetic. Somewhere in the tension between your “I do everything the Doctor has said” and my very critical attitude must be found in individual cases the appropriate type of diagnosis and treatment. I therefore also ask, for example, what alternatives there are to the CT with contrast media. Do you have any help? That would be great.
In any case, I wish you that a competent relative or friend will accompany you very closely, you should be seriously dependent on the health system. This can end very badly.